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Mittelalter leben – Tag des offenen Denkmals im Kloster Ilsenburg (ST) 2026

12. September - 13. September
Mittelalter leben – Tag des offenen Denkmals im Kloster Ilsenburg (ST) 2026

Mittelalter leben – Tag des offenen Denkmals im Kloster Ilsenburg (ST) 2026 findet am 12. und 13. September im historischen Kloster Ilsenburg am Nordrand des Harzes statt. Im Klosterinnenhof lassen die Edlen vom Hartegau die Lebenswelt des Mittelalters wieder aufleben und zeigen, wie Kleidung, Musik, Bewaffnung, Ernährung, Sprache und Schreibkunst zur Zeit der Ritter ausgesehen haben könnten.

Das Veranstaltungswochenende beginnt bereits am Samstag. Am Sonntag ist die Präsentation Teil des bundesweiten Tags des offenen Denkmals, der 2026 unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ steht.

Weitere historische Termine der Region finden sich bei den Mittelaltermärkten in Sachsen-Anhalt.

🕒 Veranstaltungszeiten

Samstag, 12. September: 11:00–16:30 Uhr
Sonntag, 13. September: 10:00–15:00 Uhr

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals findet am Sonntag, dem 13. September, statt. Das mittelalterliche Programm im Kloster beginnt bereits einen Tag zuvor und gehört damit zu den Veranstaltungen im September 2026.

⚔️ Mittelalter leben mit den Edlen vom Hartegau

Im Mittelpunkt stehen die Edlen vom Hartegau, eine Gruppe von Mittelalterdarstellern, die sich mit der Zeit der Wernigeröder Grafen im 13. Jahrhundert beschäftigt.

Dargestellt wird das Gefolge von Graf Konrad II. und seiner Frau Oda, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf der Burg Wernigerode lebten. Die Wernigeröder Grafen waren als Schutzvögte eng mit dem Kloster Ilsenburg verbunden und hatten bereits seit dem frühen 13. Jahrhundert eine besondere Beziehung zur Abtei.

Zum dargestellten Gefolge gehören Ritter, Pagen, Knappen und Spielleute. Im historischen Klosterhof entsteht daraus ein Lager, das verschiedene Bereiche des mittelalterlichen Alltags vermittelt.

🛡️ Ritterlager, Waffen und historische Lebensweise

Die Darstellung beschränkt sich nicht auf Kleidung und Ausrüstung. Die Gruppe beschäftigt sich mit mehreren Aspekten des täglichen Lebens im Mittelalter.

Zu erleben sind unter anderem:

⚔️ Waffen und Rittertum: Präsentationen zum Umgang mit der Bewaffnung mittelalterlicher Ritter

🎶 Mittelalterliche Musik: historische Klänge und Gesang als Teil der Darstellung

👗 Kleidung und Tracht: Rekonstruktionen mittelalterlicher Gewänder

🔥 Kochen: Einblicke in die Zubereitung von Speisen nach historischen Vorbildern

✒️ Schreibkunst: Darstellung mittelalterlicher Schrift und Schreibtechniken

🗣 Sprache: Beschäftigung mit sprachlichen Formen vergangener Jahrhunderte

🏕 Lagerleben: ein historisch gestaltetes Ritterlager im Klosterhof

Gerade die Verbindung aus rekonstruierter Alltagskultur und dem authentischen Klosterensemble unterscheidet die Veranstaltung von einem klassischen Markt mit Verkaufsständen.

Thematisch lässt sich das Wochenende dem mittelalterlichen Treiben in Deutschland zuordnen.

🎶 Mittelalterliche Musik in historischen Klostermauern

Musik gehört zu den Schwerpunkten der Edlen vom Hartegau. Spielleute greifen historische und historisch inspirierte Melodien auf und verbinden sie mit Gesang.

Die Klosterkirche bietet dafür einen besonderen Raum. Gerade dort wird deutlich, welche Bedeutung Musik im geistlichen und weltlichen Leben des Mittelalters hatte.

Bereits am 4. September 2026 treten die Edlen vom Hartegau im Kloster gemeinsam mit dem Vokalensemble LaBaZi auf. Beim Veranstaltungswochenende eine Woche später steht dann die lebendige Darstellung mittelalterlicher Lebensweisen im Mittelpunkt.

🏰 Das Kloster Ilsenburg

Das ehemalige Benediktinerkloster gehört zu den bedeutenden romanischen Klosteranlagen im Harzraum und blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück.

Bereits 995 wurde an dieser Stelle die königliche Jagdpfalz „Elysenaburg“ urkundlich erwähnt. König Heinrich II. übertrug die Anlage 1003 an das Bistum Halberstadt. Unter Bischof Arnulf begann anschließend die Einrichtung eines Benediktinerklosters.

Um 1018 erhielt das neue Kloster umfangreichen Grundbesitz und weitere Rechte. Einen entscheidenden Entwicklungsschub erlebte die Abtei im 11. Jahrhundert. Unter Abt Herrand wurde das Kloster reformiert und gewann erheblichen Einfluss im Harzgebiet.

Zwischen 1078 und 1087 entstand eine neue Klosterkirche, die den Aposteln Petrus und Paulus geweiht wurde. Wesentliche Teile des romanischen Kirchenbaus sind bis heute erhalten.

Zu den Besonderheiten gehören außerdem Fragmente eines außergewöhnlichen Gipsestrichbodens aus dem 12. Jahrhundert. Auch Teile des Süd- und Ostflügels der ehemaligen Klausur mit Refektorium und Kapitelsaal haben die Jahrhunderte überdauert.

Von der Benediktinerabtei zum Kulturdenkmal

Während des Bauernkriegs wurde das Kloster 1525 geplündert und verlor nach der Reformation zunehmend seine ursprüngliche Funktion.

Ab 1547 bestand in Teilen der Anlage eine evangelische Klosterschule. Spätere Jahrhunderte brachten Umbauten, Abrisse und unterschiedliche Nutzungen.

Im Jahr 2000 wurde die Stiftung Kloster Ilsenburg gegründet. Seitdem werden die erhaltenen Gebäude schrittweise restauriert und für kulturelle Veranstaltungen erschlossen.

Heute gehört die Anlage zur Straße der Romanik, zum Harzer Klosterwanderweg und gemeinsam mit Schloss und Schlosspark zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt.

🏛️ Tag des offenen Denkmals 2026

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals wird am 13. September 2026 veranstaltet. Das Jahresmotto lautet:

„NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“

Deutschlandweit öffnen mehrere Tausend historische Bauwerke ihre Türen. Koordiniert wird der Aktionstag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Das Kloster Ilsenburg ist selbst ein von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördertes Denkmal. Seit 2001 wurden zahlreiche Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen unterstützt, darunter Arbeiten an Dächern, Mauerwerk, Gewölben, Fenstern, Türen und romanischen Säulen.

Ilsenburg – Stadt am Nordrand des Harzes

Ilsenburg liegt im Landkreis Harz unmittelbar am nördlichen Rand des Harzgebirges. Zum 31. März 2026 hatte die Stadt 9.414 Einwohner auf einer Fläche von rund 63 Quadratkilometern.

Die Geschichte des Ortes ist eng mit Kloster, Eisenverarbeitung und der Lage am Harz verbunden. Ausgangspunkt der schriftlich belegten Entwicklung ist die bereits 995 erwähnte königliche Anlage „Elysenaburg“.

Rund um Kloster und spätere industrielle Betriebe entwickelte sich die Siedlung weiter. Insbesondere die Metallverarbeitung prägte Ilsenburg über Jahrhunderte.

Heute ist die Stadt ein bedeutender Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark Harz. Das Ilsetal und die Wege in Richtung Brocken zählen zu den bekanntesten Naturzielen der Umgebung.

Zur Stadt gehören neben Ilsenburg auch Darlingerode und Drübeck. Im Ortsteil Drübeck befindet sich mit dem Kloster Drübeck eine weitere bedeutende historische Klosteranlage.

🚗 Anreise mit dem Auto

Ilsenburg ist über die A36 sehr gut an das überregionale Straßennetz angebunden.

Aus Richtung Braunschweig:
Über die A36 in Richtung Bernburg bis zur Ausfahrt Ilsenburg.

Aus Richtung Halle und Magdeburg:
Über die A14 und anschließend am Autobahnkreuz Bernburg auf die A36 Richtung Braunschweig wechseln. Danach die Ausfahrt Ilsenburg nutzen.

Aus Richtung Hannover:
Die Anreise ist über die A2 beziehungsweise A39 und anschließend über die A36 möglich.

Navigationsadresse:
Schloßstraße 26, 38871 Ilsenburg (Harz)

🚆 Anreise mit der Bahn

Ilsenburg besitzt einen eigenen Bahnhof. Regionalzüge verbinden die Stadt unter anderem mit Goslar, Wernigerode, Halberstadt und Magdeburg.

Vom Bahnhof lässt sich das Kloster zu Fuß oder mit örtlichen Verkehrsmitteln erreichen.

Durch die Lage an den regionalen Bahnstrecken ist die Anreise ohne Auto besonders aus Wernigerode, Halberstadt und Goslar gut möglich.

🚌 Anreise mit dem Bus

Regionale Buslinien verbinden Ilsenburg mit Wernigerode, den umliegenden Harzorten und weiteren Gemeinden des Landkreises.

Für die genaue Verbindung am Veranstaltungswochenende sollten die jeweils gültigen Fahrpläne des Harzer Nahverkehrs berücksichtigt werden.

🅿️ Parken

Unmittelbar am Kloster befindet sich der Parkplatz Kloster Ilsenburg. Er eignet sich insbesondere für Besucher der historischen Anlage und des Harzer Klosterwanderwegs und ist gebührenpflichtig.

Darüber hinaus gibt es im Stadtgebiet weitere Parkmöglichkeiten.

Der Großparkplatz an der Harzlandhalle ist kostenfrei und auch für Busse sowie Wohnmobile geeignet.

📍 Entfernungen zu wichtigen Städten in Sachsen-Anhalt

Die Angaben sind ungefähre Straßenentfernungen und können je nach Route abweichen.

Wernigerode: ca. 10 km
Halberstadt: ca. 30 km
Magdeburg: ca. 80 km
Dessau-Roßlau: ca. 115 km
Halle (Saale): ca. 135 km
Lutherstadt Wittenberg: ca. 155 km

📍 Entfernungen zu wichtigen deutschen Städten

Hannover: ca. 115 km
Leipzig: ca. 150 km
Hamburg: ca. 225 km
Berlin: ca. 245 km
Frankfurt am Main: ca. 330 km
München: ca. 520 km

Details

Datum:
12. September - 13. September

Ort:
Ilsenburg (Harz) , Sachsen-Anhalt

Veranstalter:
Kloster Ilsenburg

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