Mittelaltertage im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim 2026

Die Mittelaltertage im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim (BY) 2026 finden vom 2. bis 4. Oktober statt. Zahlreiche Living-History-Darsteller beleben an diesem langen Wochenende die Baugruppen Mittelalter und Stadt und vermitteln Alltag, Handwerk und Lebensbedingungen verschiedener mittelalterlicher Epochen.
Die historischen Schwerpunkte liegen um 1000 n. Chr., um 1320 und um 1476. Besucher erleben unter anderem Bronzeguss, historischen Bogenbau und den Betrieb des rekonstruierten Badhauses aus Wendelstein. Dazu kommen Handwerksvorführungen, Schreibangebote und weitere Programmpunkte in den historischen Gebäuden des Museums.
Das Fränkische Freilandmuseum bietet für diese Veranstaltung einen außergewöhnlichen Rahmen: Auf 45 Hektar stehen knapp 130 historische Gebäude aus verschiedenen Regionen Frankens. Weitere Veranstaltungen im Freistaat finden sich bei den Mittelaltermärkten in Bayern.
🕒 Öffnungszeiten
Während der Mittelaltertage gelten die regulären Hauptsaisonzeiten des Museums:
Freitag, 2. Oktober: 09:00–18:00 Uhr
Samstag, 3. Oktober: 09:00–18:00 Uhr
Sonntag, 4. Oktober: 09:00–18:00 Uhr
Letzter Einlass: 17:00 Uhr
Kassenschluss: 17:30 Uhr
Die Baugruppe Stadt mit dem Museum Kirche in Franken ist jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr zugänglich.
Das Wochenende gehört zu den Veranstaltungen im Oktober 2026.
🏕️ Living History aus mehreren Jahrhunderten
Die Mittelaltertage konzentrieren sich nicht auf eine einzelne historische Jahreszahl. Stattdessen werden verschiedene Entwicklungsphasen des Mittelalters gegenübergestellt.
Die Darstellungsschwerpunkte liegen:
um 1000 n. Chr.: frühes beziehungsweise hochmittelalterliches Alltags- und Handwerksleben
um 1320: Lebenswelten des 14. Jahrhunderts
um 1476: Alltag im ausgehenden Mittelalter
Dadurch lassen sich Veränderungen bei Kleidung, Handwerk, Werkzeugen, Wohnen und Alltagsorganisation über mehrere Jahrhunderte hinweg nachvollziehen.
Die Darsteller nutzen die historischen Gebäude nicht lediglich als Kulisse, sondern beziehen Häuser, Werkstätten und Höfe unmittelbar in ihre Präsentationen ein.
🔥 Bronzeguss und historische Metallverarbeitung
Zu den ausdrücklich angekündigten Tätigkeiten gehört der Bronzeguss.
Dabei können Besucher beobachten, wie Metall mit historischen Techniken erhitzt, verarbeitet und in Formen gegossen wird. Solche Vorführungen verdeutlichen den erheblichen Aufwand, der hinter der Herstellung von Werkzeugen, Beschlägen, Schmuck und anderen Metallgegenständen stand.
Der unmittelbare Kontakt mit den Darstellern ermöglicht es, Fragen zu Materialien, Werkzeugen und Arbeitsabläufen zu stellen.
🏹 Historischer Pfeil- und Bogenbau
An allen drei Tagen gehört der Pfeil- und Bogenbau zum bestätigten Programm.
Die Bogenbauer zeigen, wie historische Bögen von Hand gefertigt werden. Dabei stehen Materialauswahl, Bearbeitung des Holzes und die einzelnen Arbeitsschritte bis zum einsatzfähigen Bogen im Mittelpunkt.
Freitag, 2. Oktober: 10:00–17:00 Uhr
Samstag, 3. Oktober: 10:00–17:00 Uhr
Sonntag, 4. Oktober: 10:00–17:00 Uhr
Die Vorführung findet in der Baugruppe Mittelalter statt.
🛁 Mittelalterliches Leben im Badhaus aus Wendelstein
Auch das historische Badhaus aus Wendelstein wird während der Mittelaltertage belebt.
Badstuben erfüllten im Mittelalter mehrere Funktionen. Sie dienten der Körperpflege, waren soziale Treffpunkte und konnten zugleich mit medizinischen beziehungsweise handwerklichen Dienstleistungen verbunden sein.
Das Gebäude im Freilandmuseum ermöglicht einen unmittelbaren Einblick in eine Institution, die zum städtischen Alltag des Mittelalters gehörte.
Während des Festwochenendes werden dort historische Alltagssituationen dargestellt und die Funktionsweise eines solchen Hauses anschaulich vermittelt.
✒️ Mit Brief, Siegel, Feder und Tinte
Auch die Spitalkirche in der Baugruppe Stadt beteiligt sich mit offenen Mitmachangeboten.
Freitag, 2. Oktober
14:00–17:00 Uhr: „Mit Brief und Siegel“
Besucher können ausprobieren, wie Briefe früher gefaltet und mit Siegellack verschlossen wurden.
Samstag, 3. Oktober
14:00–17:00 Uhr: „Geschwungene Feder und schwarze Tinte“
Im Mittelpunkt stehen historische Schreibtechniken mit Feder und Tinte.
Damit ergänzt die Veranstaltung handwerkliche und häusliche Darstellungen um die Themen Schrift, Verwaltung und Kommunikation.
⚒️ Schmieden und Holzschuhmachen
Am Samstag und Sonntag stehen zusätzlich traditionelle Handwerke aus anderen Museumsbereichen auf dem Programm.
Samstag, 3. Oktober
13:00–17:00 Uhr: Schmieden im Bauernhaus mit Schmiede aus Mailheim
13:00–17:00 Uhr: Holzschuhmachen in der Scheuer aus Marktbergel
Sonntag, 4. Oktober
13:00–17:00 Uhr: Schmieden im Bauernhaus mit Schmiede aus Mailheim
13:00–17:00 Uhr: Holzschuhmachen in der Scheuer aus Marktbergel
Beim Schmieden lässt sich die Bearbeitung erhitzten Metalls unmittelbar verfolgen. Beim Holzschuhmacher steht dagegen die Verarbeitung von Holz zu alltagstauglichem Schuhwerk im Mittelpunkt.
Mit dieser Verbindung aus Living History und real ausgeübten Gewerken gehören die Mittelaltertage zu den Mittelalterfesten in Deutschland.
🐝 Besuch beim Museumsimker
Auch das Musterbienenhaus aus Erlangen ist an allen drei Tagen in das Programm eingebunden.
Freitag, 2. Oktober: 12:30–15:30 Uhr
Samstag, 3. Oktober: 12:30–15:30 Uhr
Sonntag, 4. Oktober: 12:30–15:30 Uhr
Der Museumsimker informiert über die Arbeit mit Bienen. Zusätzlich werden Imkereiprodukte aus dem Museum angeboten.
⛪ Programm in der Spitalkirche
Neben den Mitmachstationen gibt es weitere Angebote im Museum Kirche in Franken.
Samstag, 3. Oktober
14:30–15:30 Uhr: offene Führung durch die Sonderausstellung „CARE“
Sonntag, 4. Oktober
14:30 Uhr: Erntedank in der Spitalkirche mit thematischer Führung und gemeinsamem Mahl
Damit reicht das Programm von mittelalterlicher Alltagsgeschichte bis zu religiösen und sozialgeschichtlichen Themen.
⚔️ Programm am Freitag, 2. Oktober
09:00 Uhr: Öffnung des Hauptgeländes
10:00–17:00 Uhr: Vorführung Pfeil- und Bogenbau in der Baugruppe Mittelalter
12:30–15:30 Uhr: Museumsimker am Musterbienenhaus aus Erlangen
14:00–17:00 Uhr: Mitmachprogramm „Mit Brief und Siegel“ in der Spitalkirche
18:00 Uhr: Ende des Museumstages
⚔️ Programm am Samstag, 3. Oktober
09:00 Uhr: Öffnung des Hauptgeländes
10:00–17:00 Uhr: Vorführung Pfeil- und Bogenbau
12:30–15:30 Uhr: Museumsimker am Musterbienenhaus
13:00–17:00 Uhr: Schmiedevorführung in der Schmiede aus Mailheim
13:00–17:00 Uhr: Vorführung Holzschuhmachen in der Scheuer aus Marktbergel
14:00–17:00 Uhr: Mitmachprogramm „Geschwungene Feder und schwarze Tinte“
14:30–15:30 Uhr: Führung durch die Sonderausstellung „CARE“
18:00 Uhr: Ende des Museumstages
⚔️ Programm am Sonntag, 4. Oktober
09:00 Uhr: Öffnung des Hauptgeländes
10:00–17:00 Uhr: Vorführung Pfeil- und Bogenbau
12:30–15:30 Uhr: Museumsimker am Musterbienenhaus
13:00–17:00 Uhr: Schmiedevorführung in der Schmiede aus Mailheim
13:00–17:00 Uhr: Vorführung Holzschuhmachen in der Scheuer aus Marktbergel
14:30 Uhr: Erntedank in der Spitalkirche
18:00 Uhr: Ende des Museumstages
🎟 Eintrittspreise 2026
Für die Mittelaltertage gelten die regulären Eintrittspreise des Fränkischen Freilandmuseums.
Erwachsene: 9,00 €
Schulkinder, Studierende, Auszubildende, Teilnehmer an Freiwilligendiensten und Schwerbehinderte: 6,00 €
Kurgäste sowie Besucher bei Anreise mit anerkannten VGN- beziehungsweise DB-Fahrkarten: 8,00 €
Kinder unter 6 Jahren: frei
Familienkarte für zwei Erwachsene mit minderjährigen Kindern: 21,00 €
Teilfamilienkarte für einen Erwachsenen mit minderjährigen Kindern: 12,00 €
Gruppen ab 17 Personen: 8,00 € pro Person
Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen: 3,00 € pro Person; je acht Kinder eine Begleitperson frei
Kinder aus Kindergarten- und Kita-Gruppen: frei; je acht Kinder eine Begleitperson frei
Jahreskarte: 45,00 €
Freien Eintritt erhalten außerdem unter anderem Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte sowie die vom Museum ausgewiesenen Fachverbandsmitglieder und Begleitpersonen schwerbehinderter Besucher.
🏘️ Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim
Das Fränkische Freilandmuseum gehört zu den größten Freilichtmuseen Deutschlands. Es wurde am 24. Juli 1982 eröffnet und wird vom Bezirk Mittelfranken getragen.
Auf rund 45 Hektar befinden sich knapp 130 historische Gebäude aus Ober-, Mittel- und Unterfranken. Die Sammlung umfasst rund 200.000 Objekte aus der Bau-, Alltags-, Sozial-, Religions- und Wirtschaftsgeschichte.
Bauernhöfe, Werkstätten, Mühlen, Schäfereien, Brauereien, Schulhäuser, Scheunen und kleinere Herrschaftsbauten zeigen rund 700 Jahre fränkische Alltagsgeschichte.
Das Besondere besteht darin, dass viele Gebäude an ihren ursprünglichen Standorten sorgfältig dokumentiert, abgebaut und im Museum wiedererrichtet wurden.
🏰 Die Baugruppe Mittelalter
Für die Mittelaltertage ist insbesondere die Baugruppe Mittelalter von Bedeutung.
Historische beziehungsweise wissenschaftlich rekonstruierte Gebäude ermöglichen dort einen Blick auf ländliches Wohnen und Arbeiten vor mehreren Jahrhunderten. Häuser, Werkstätten und Wirtschaftsflächen bilden den Rahmen für Living History und handwerkliche Vorführungen.
Gerade während der Mittelaltertage werden diese Räume durch Darsteller wieder mit Tätigkeiten, Werkzeugen und Alltagsgegenständen gefüllt.
⛪ Baugruppe Stadt und Museum Kirche in Franken
Ein zweiter Schwerpunkt befindet sich in der Altstadt von Bad Windsheim.
Zur Baugruppe Stadt gehören unter anderem historische Handwerkerhäuser, der Alte Bauhof, die Kräuterapotheke und die Spitalkirche.
Die Spitalkirche zum Heiligen Geist geht auf eine Stiftung von 1318 zurück. Heute befindet sich dort das Museum Kirche in Franken, das sich mit der Geschichte von Religion, Kirche und Alltagsleben auseinandersetzt.
Bei den Mittelaltertagen verbinden sich deshalb ländliche und städtische Lebenswelten innerhalb einer Veranstaltung.
Bad Windsheim – ehemalige freie Reichsstadt
Bad Windsheim liegt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim zwischen Steigerwald und Frankenhöhe. Zum 31. März 2026 hatte die Stadt 12.446 Einwohner auf einer Fläche von 78,24 Quadratkilometern.
Die Geschichte reicht mehr als 1.200 Jahre zurück. 741 erscheint der Ort erstmals unter dem Namen „Uuinidesheim“. Die älteste erhaltene Urkunde mit Bezug zu Windsheim stammt von 822.
Ende des 12. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zum Marktzentrum. 1234 ist Windsheim erstmals ausdrücklich als Markt belegt.
1284 wird Windsheim als Stadt genannt. Wenige Jahre später bestätigte König Adolf von Nassau die Stellung als Reichsstadt und gewährte eine weitreichende eigene Gerichtsbarkeit.
Stadtmauer, Spital, Kirchen und Bürgerhäuser spiegeln den wirtschaftlichen Aufstieg der mittelalterlichen Stadt wider.
🏛️ Vom Reichsstadtzentrum zum Heilbad
Die reichsstädtische Epoche prägte Windsheim über Jahrhunderte. 1802 endete die Reichsunmittelbarkeit.
Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zunehmend zum Kurort. Heilquellen, Kurpark und später die Franken-Therme machten Bad Windsheim zu einem wichtigen Gesundheitsstandort in Mittelfranken.
Heute verbindet die Stadt historische Altstadt, Kurwesen und Museumslandschaft. Das Freilandmuseum gehört dabei zu ihren bedeutendsten kulturellen Einrichtungen.
🚗 Anreise mit dem Auto
Bad Windsheim ist aus mehreren Richtungen gut erreichbar.
Aus Nordwesten und Norden:
Über die A3 und anschließend die A7 bis zur Ausfahrt Bad Windsheim.
Aus Südwesten und Süden:
Über die A6 zur A7 und weiter bis zur Ausfahrt Bad Windsheim.
Aus Süden und Südosten:
Über A9 beziehungsweise A3, anschließend A73/B8 und über Langenzenn nach Bad Windsheim.
Für Navigationsgeräte empfiehlt das Museum als Ziel:
Bernhard-Bickert-Weg, 91438 Bad Windsheim
🅿️ Parken
Am Museum befindet sich ein großer Besucherparkplatz.
Pkw-Parkplätze: kostenfrei
Busparkplätze: kostenfrei
Elektrofahrzeuge: kostenpflichtige Lademöglichkeit am Pavillon des Hauptparkplatzes
Fahrräder: überdachte Abstellplätze vorhanden
E-Bikes: Lademöglichkeiten vorhanden
🚆 Anreise mit der Bahn
Bad Windsheim besitzt einen eigenen Bahnhof.
Die Züge verkehren auf der regionalen Strecke in der Regel stündlich. Das Museum stimmt seine größeren Veranstaltungen soweit möglich auf die Bahnverbindungen ab.
Vom Bahnhof beträgt der Fußweg bis zum Freilandmuseum ungefähr 15 Minuten.
Wer mit bestimmten VGN- beziehungsweise Bahnfahrkarten anreist, kann gegen Vorlage des Tickets den ermäßigten Museumseintritt von 8,00 Euro nutzen.
🚌 Anreise mit Bus und öffentlichen Verkehrsmitteln
Bad Windsheim ist in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) eingebunden.
Neben der Bahn bestehen regionale Busverbindungen aus den umliegenden Gemeinden. Für die Mittelaltertage ist aufgrund der kurzen Entfernung zwischen Bahnhof und Museum besonders die Zuganreise praktisch.
📍 Entfernungen zu wichtigen Städten in Bayern
Die Angaben sind ungefähre Straßenentfernungen und können je nach Route abweichen.
Fürth: ca. 55 km
Nürnberg: ca. 60 km
Erlangen: ca. 65 km
Würzburg: ca. 65 km
Bamberg: ca. 85 km
München: ca. 220 km
📍 Entfernungen zu wichtigen deutschen Städten
Frankfurt am Main: ca. 165 km
Stuttgart: ca. 170 km
Leipzig: ca. 280 km
Köln: ca. 330 km
Hannover: ca. 350 km
Berlin: ca. 475 kmpercase or lowercase.