Mittelaltermarkt 1474

Der Mittelaltermarkt 1474 findet am 19. und 20. September 2026 auf dem historischen Gelände des Klosters Graefenthal in Goch-Asperden statt. Ritter, Handwerker, Minnesänger und Lagergruppen lassen das Spätmittelalter für ein Wochenende wieder lebendig werden.
Das Programm reicht von Bogenschießen und ersten Übungen im Schwertkampf über Jonglage und Musik bis zu Ritterkämpfen, Waffenvorführungen und einer großen Feldschlacht mit Kanonen. Marktstände mit handwerklichen Waren und eine mittelalterlich geprägte Gastronomie ergänzen das Geschehen.
Weitere historische Veranstaltungen der Region finden sich bei den Mittelaltermärkten in Nordrhein-Westfalen.
🕒 Öffnungszeiten
Samstag, 19. September: 11:00–21:00 Uhr
Sonntag, 20. September: 11:00–18:00 Uhr
Das Fest gehört zu den Veranstaltungen im September 2026.
⚔️ Warum der Markt das Jahr 1474 trägt
Der Name der Veranstaltung nimmt direkten Bezug auf ein einschneidendes Kapitel in der Geschichte des Klosters. Während des Kölnisch-Burgundischen Krieges von 1474 wurde die Anlage durch Brände und Zerstörungen schwer beschädigt.
Der Mittelaltermarkt greift diese Zeit auf und verbindet historische Darstellung mit einem Festprogramm rund um Lagerleben, Waffen, Handwerk und Musik.
Die beschädigten Klostergebäude wurden später unter Herzog Johann II. von Kleve wiederaufgebaut. Teile dieser spätmittelalterlichen Bauphase sind noch heute am Nordflügel erkennbar.
🏕️ Lagerleben und historischer Alltag
Auf dem Gelände entstehen verschiedene Lager, in denen Darsteller Einblicke in die Lebensweise vergangener Jahrhunderte geben. Zwischen Zelten, Ausrüstung und Feuerstellen können Besucher mit Rittern, Handwerkern und weiteren historisch Gewandeten ins Gespräch kommen.
Das Lagerleben bildet dabei mehr als eine Kulisse. Kleidung, Waffen, Gebrauchsgegenstände und handwerkliche Techniken vermitteln ein anschauliches Bild vom mittelalterlich geprägten Alltag.
⚔️ Ritterkämpfe und Waffenvorführungen
Zu den Hauptattraktionen gehören die angekündigten Ritterkämpfe. Dabei werden historische Waffen und verschiedene Kampftechniken vorgestellt.
Zusätzlich sind Waffendemonstrationen vorgesehen, bei denen Ausrüstung und Umgang mit unterschiedlichen Waffen erläutert werden.
Ein größerer Höhepunkt ist die Feldschlacht mit Kanonen. Sie greift die militärischen Konflikte des ausgehenden Mittelalters auf und passt damit besonders zum historischen Bezug des Jahres 1474.
🏹 Bogenschießen und Schwertkampf zum Mitmachen
Besucher können bei verschiedenen Angeboten selbst aktiv werden.
🏹 Bogenschießen: Gelegenheit, sich mit Pfeil und Bogen auszuprobieren.
⚔️ Schwertkampf: erste Grundlagen im Umgang mit dem Schwert kennenlernen.
Gerade diese Mitmachangebote machen die Veranstaltung auch für Familien interessant.
🎶 Minnesänger, Musik und Jonglage
Musik begleitet das Marktgeschehen auf dem gesamten Klostergelände. Minnesänger und fahrende Spielleute sorgen für historische und historisch inspirierte Klänge.
Hinzu kommen Jongleure, deren Vorführungen zwischen den Marktständen und Lagerbereichen für Unterhaltung sorgen.
Die Mischung aus Musik, Schaukämpfen, Markt und Lagerleben ordnet die Veranstaltung klar den Mittelaltermärkten in Deutschland zu.
🛍️ Händler und Marktstände
Zahlreiche Marktstände bieten Waren an, die zum historischen und handwerklichen Charakter des Festes passen. Dabei steht nicht nur der Verkauf im Mittelpunkt, sondern auch das Zusammenspiel mit den Lagergruppen und Vorführungen.
Besucher können zwischen den Ständen stöbern und gleichzeitig Handwerkern und Darstellern bei ihrer Arbeit zusehen.
🍖 Mittelalterliche Speisen
Auch die Gastronomie orientiert sich am Thema des Wochenendes.
Zum angekündigten Angebot gehören unter anderem:
Spanferkel vom Spieß
Bratwürste
Herzhafte Eintöpfe
Gebratene Champignons
Das Klostercafé ergänzt das gastronomische Angebot auf dem Gelände.
🎟 Eintrittspreise 2026
Tickets im Vorverkauf sind jeweils 1,00 € günstiger als an der Tageskasse.
Erwachsene ab 17 Jahren:
Tageskasse: 9,50 €
Vorverkauf: 8,50 €
Ermäßigter Eintritt für Senioren, Studierende, mittelalterlich Gewandete und Menschen mit Behinderung:
Tageskasse: 7,50 €
Vorverkauf: 6,50 €
Kinder von 5 bis 16 Jahren:
Tageskasse: 7,50 €
Vorverkauf: 6,50 €
Mittelalterlich gewandete Kinder:
Tageskasse: 5,50 €
Vorverkauf: 4,50 €
Kinder von 0 bis 4 Jahren: Eintritt frei
🎟 Tickets für den Mittelaltermarkt 1474
♿ Barrierefreiheit
Das Veranstaltungsgelände kann grundsätzlich mit Rollstuhl oder Rollator besucht werden.
Zu beachten ist, dass sich Teile des Marktes auf unebenen Wegen und Wiesenflächen befinden.
Behindertenparkplätze: in der Nähe des Veranstaltungsgeländes vorhanden
Barrierefreie Toiletten: vorhanden
🅿️ Parken und Hunde
Parken: kostenlos
Die regulären Stellflächen befinden sich im Bereich vor dem Eingangstor des Klosters.
Hunde: erlaubt, müssen jedoch angeleint geführt werden.
🏰 Kloster Graefenthal
Kloster Graefenthal liegt im Tal der Niers zwischen den Gocher Ortsteilen Asperden und Kessel. Die ehemalige Zisterzienserinnenabtei wurde 1248 von Graf Otto II. von Geldern und seiner Gemahlin Margarete von Kleve gegründet.
Der lateinische Name Vallis Comitis bedeutet „Tal des Grafen“. Das Kloster sollte unter anderem als neue Begräbnisstätte des geldrischen Herrscherhauses dienen.
Bereits kurz nach der Gründung begannen die Arbeiten an Kirche und Konventsgebäuden. 1251 konnte Margarete von Kleve im Chor der noch jungen Klosterkirche bestattet werden. 1258 war die erste große Bauphase abgeschlossen.
Das Kloster entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Frauenkonvent. Um 1280 lebten dort etwa fünfzig Nonnen, womit Graefenthal zu den größten Zisterzienserinnenklöstern des Rheinlandes gehörte.
🔥 Die Zerstörungen von 1474
Der Kölnisch-Burgundische Krieg brachte für die Abtei einen tiefen Einschnitt. Feuer und militärische Zerstörungen beschädigten mehrere Gebäude schwer.
Gerade dieses Ereignis gibt dem heutigen Mittelaltermarkt seinen Namen. Der Wiederaufbau erfolgte vor allem unter Herzog Johann II. von Kleve und prägte das Erscheinungsbild des spätmittelalterlichen Klosters.
Im Jahr 1802 wurde die Abtei während der französischen Herrschaft säkularisiert. Die Klosterkirche und große Teile des Kreuzgangs wurden wenige Jahre später abgebrochen.
Erhalten blieben unter anderem Teile des Nord- und Ostflügels, der Kreuzgang, das Torhaus und der Taubenturm. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten im 20. und 21. Jahrhundert sicherten die verbliebenen Gebäude.
Heute wird die Anlage für Veranstaltungen, Märkte, Führungen, Gastronomie und private Feiern genutzt.
Goch – Stadt am Niederrhein
Goch liegt am unteren Niederrhein im Kreis Kleve und hatte zum 31. März 2026 insgesamt 34.907 Einwohner. Das Stadtgebiet umfasst rund 115 Quadratkilometer und grenzt im Westen unmittelbar an die Niederlande.
Zur Stadt gehören neben dem Zentrum die Ortsteile Asperden, Hassum, Hommersum, Hülm, Kessel, Nierswalde und Pfalzdorf.
Goch entwickelte sich im Einflussbereich der Grafen von Geldern. Ein Dokument aus dem Jahr 1261 bezeichnet den Ort bereits als Stadt. Im Mittelalter war insbesondere das Tuchgewerbe von wirtschaftlicher Bedeutung.
1473 gelangte Goch an das Herzogtum Kleve. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die politischen Herrschaften mehrfach. Im 19. Jahrhundert führte der Eisenbahnanschluss zu einem neuen wirtschaftlichen Aufschwung.
Heute erinnert unter anderem das Steintor aus dem 14. Jahrhundert an die mittelalterliche Stadtbefestigung.
🚗 Anreise mit dem Auto
Goch liegt unmittelbar an der A57, die eine schnelle Verbindung aus Richtung Ruhrgebiet, Krefeld und Köln ermöglicht.
Aus Richtung Niederlande erfolgt die Anreise über das regionale Straßennetz im Raum Gennep und Goch.
Für Navigationsgeräte kann direkt folgende Adresse verwendet werden:
Maasstraße 48–50, 47574 Goch-Asperden
Das Kloster liegt außerhalb der Innenstadt zwischen Asperden und Kessel.
🚆 Anreise mit der Bahn
Der Bahnhof Goch liegt an der Strecke des RE10 „Niers-Express“.
Die Verbindung führt über:
Kleve
Bedburg-Hau
Goch
Weeze
Kevelaer
Geldern
Kempen
Krefeld
Düsseldorf
Von Goch Bahnhof erfolgt die Weiterfahrt zum Kloster mit Bus oder Taxi.
🚌 Anreise mit dem Bus
Regionale Buslinien verbinden die Gocher Innenstadt mit den umliegenden Ortsteilen.
Für die Fahrt nach Asperden beziehungsweise in Richtung Kloster sollte am Veranstaltungswochenende der aktuelle Fahrplan geprüft werden, da die Taktung am Samstag und Sonntag von den Werktagsverbindungen abweichen kann.
📍 Entfernungen zu wichtigen Städten in Nordrhein-Westfalen
Die Angaben sind ungefähre Straßenentfernungen und können je nach gewählter Route abweichen.
Kleve: ca. 15 km
Krefeld: ca. 55 km
Duisburg: ca. 60 km
Düsseldorf: ca. 75 km
Essen: ca. 80 km
Köln: ca. 120 km
📍 Entfernungen zu wichtigen deutschen Städten
Dortmund: ca. 110 km
Frankfurt am Main: ca. 300 km
Hannover: ca. 320 km
Hamburg: ca. 415 km
Berlin: ca. 590 km
München: ca. 680 km
Details
Datum:
19. September - 20. September
Ort:
Goch
,
Nordrhein-Westfalen
Veranstalter:
Kloster Graefenthal
Offizielle Website:
kloster-graefenthal.de/mittelaltermarkt-1474