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VIII. Internationales Römerfest Bergkamen (NRW) 2026

19. September - 20. September
VIII. Internationales Römerfest Bergkamen (NRW) 2026

Das VIII. Internationale Römerfest (NRW) 2026 findet am 19. und 20. September im Römerpark Bergkamen-Oberaden statt. Bei der achten Ausgabe treffen Gladiatoren, römische Legionäre, Auxiliartruppen und germanische Darsteller aus verschiedenen Ländern aufeinander und vermitteln zwei Tage lang Einblicke in Militär, Handwerk und Alltag der römischen Epoche.

Der Veranstaltungsort besitzt einen unmittelbaren historischen Bezug: In Oberaden lag von 11 bis etwa 8/7 v. Chr. eines der bedeutendsten römischen Militärlager nördlich der Alpen. Die Veranstaltung verbindet diesen archäologischen Hintergrund mit Living History, Kampfvorführungen, Handwerkspräsentationen und einem Familienprogramm.

Weitere historische Veranstaltungen des Bundeslandes finden sich bei den Mittelaltermärkten in Nordrhein-Westfalen.

🕒 Öffnungszeiten

Samstag, 19. September: 11:00–17:00 Uhr
Sonntag, 20. September: 11:00–17:00 Uhr

🎟 Eintritt: frei – es gilt das Prinzip „Spende statt Eintritt“.

Das Fest gehört zu den Veranstaltungen im September 2026.

🛡️ Legionäre, Auxiliare und Germanen

Beim Internationalen Römerfest treffen unterschiedliche Bereiche der antiken Militärgeschichte aufeinander. Römische Legionäre präsentieren ihre Ausrüstung und erläutern, welche Aufgaben Soldaten im Dienst des Kaisers Augustus zu erfüllen hatten.

Neben den Legionären treten Auxiliare, also Angehörige der römischen Hilfstruppen, sowie germanische Darsteller auf. Waffen, Schilde, Rüstungen und andere Ausrüstungsgegenstände werden dabei nicht nur ausgestellt, sondern in ihren historischen Zusammenhängen erklärt.

Ein Schwerpunkt liegt auf verschiedenen Waffentechniken. Dadurch können Besucher Unterschiede zwischen römischen Einheiten und germanischen Kämpfern nachvollziehen.

⚔️ Gladiatorenkämpfe mit Amor Mortis

Zu den Höhepunkten gehören die Gladiatorenvorführungen der Gruppe Amor Mortis.

In der Arena präsentieren die Darsteller verschiedene Formen des antiken Gladiatorenkampfes. Dabei wird sichtbar, dass Gladiatoren nicht alle mit identischer Bewaffnung kämpften, sondern unterschiedlichen Kämpfertypen angehörten.

Die Darbietungen verbinden historische Rekonstruktion mit einer publikumsnahen Präsentation und gehören zu den zentralen Programmpunkten des Wochenendes.

🏺 Römisches und germanisches Handwerk

Zahlreiche Handwerker führen während des Römerfestes römische und germanische Fertigkeiten vor.

Die Demonstrationen ergänzen die militärischen Darstellungen und zeigen, dass das Leben in und rund um ein großes Legionslager weit mehr umfasste als Waffen und Feldzüge. Kleidung, Ausrüstung, Alltagsgegenstände und zahlreiche weitere Dinge mussten hergestellt, repariert und dauerhaft bereitgestellt werden.

Durch die Arbeit unmittelbar vor den Besuchern werden historische Techniken anschaulich vermittelt.

👨‍👩‍👧 Wagenrennen, Wurfstation und Basteln

Auch für Kinder und Familien ist ein eigener Erlebnisbereich vorgesehen.

🏇 Wagenrennen: spielerische Beschäftigung mit einem wichtigen Element der römischen Unterhaltungskultur

🎯 Wurfstation: Geschicklichkeit und Zielgenauigkeit ausprobieren

✂️ Bastelstationen: kreative Angebote mit Bezug zur römischen Epoche

⚔️ Living History: Begegnungen mit Legionären, Gladiatoren, Auxiliaren und Germanen

Durch die Verbindung aus Vorführungen und Mitmachstationen können jüngere Besucher das Thema Römer auf unterschiedlichen Wegen kennenlernen.

🍖 Gastronomie

Für Speisen und Getränke ist während des gesamten Römerfestes gesorgt.

Das gastronomische Angebot ergänzt die verschiedenen Lager-, Handwerks- und Aktionsbereiche und ermöglicht einen mehrstündigen Aufenthalt im Römerpark.

🎟 Eintritt: frei

Statt eines festen Eintrittspreises wird um eine freiwillige Spende gebeten.

Das Motto des Veranstalters lautet: „Spende statt Eintritt.“

🏛️ Römerpark Bergkamen – Veranstaltung am Originalschauplatz

Der Römerpark befindet sich an einem der wichtigsten römischen Fundplätze Westfalens. Im heutigen Stadtteil Oberaden ließ der Feldherr Drusus, Stiefsohn des Kaisers Augustus, im Spätsommer des Jahres 11 v. Chr. ein gewaltiges Militärlager errichten.

Die Anlage umfasste ungefähr 56 Hektar und bot Platz für mehrere Legionen, Hilfstruppen und weitere Angehörige des römischen Heeres. Sie gehörte damit zu den größten Militärlagern ihrer Epoche in diesem Teil Europas.

Bereits wenige Jahre später, etwa 8 oder 7 v. Chr., wurde das Lager im Zuge einer veränderten militärischen Strategie planmäßig aufgegeben.

🏺 Entdeckung des Römerlagers Oberaden

Die moderne Erforschung begann 1905. Pfarrer Otto Prein veranlasste erste Grabungen und stieß auf zahlreiche römische Hinterlassenschaften.

Spätere archäologische Untersuchungen ermöglichten es, Größe und Aufbau der Anlage genauer zu rekonstruieren. Im Boden blieben Fundamentgräben, Pfostenspuren und weitere Strukturen erhalten.

Das feuchte Bodenmilieu konservierte an einigen Stellen sogar etwa 2.000 Jahre alte Holzreste und andere organische Materialien.

Heute gilt das Römerlager Oberaden als eines der wichtigsten frühgeschichtlichen Denkmäler Westfalens.

🛡️ Rekonstruierte Holz-Erde-Mauer

Besonders anschaulich ist die Rekonstruktion eines Teils der ehemaligen Befestigung.

Das römische Lager war ursprünglich von einem bis zu fünf Meter breiten und ungefähr drei Meter tiefen Graben geschützt. Dahinter erhob sich eine etwa drei Meter breite und ähnlich hohe Holz-Erde-Mauer.

Zwischentürme standen in Abständen von ungefähr 25 bis 30 Metern. Vier stark gesicherte Tore ermöglichten den Zugang zur Anlage.

Im Römerpark wurde ein Teil dieser Befestigung nach historischen und archäologischen Erkenntnissen rekonstruiert. Ein archäologischer Lehrpfad verbindet den Fundplatz mit weiteren Stationen und dem Stadtmuseum.

🏗️ Rekonstruktion des römischen Nordtores

Der Römerpark wird derzeit um eine weitere wichtige Rekonstruktion ergänzt. Für das ehemalige Nordtor des Lagers entsteht eine neue Toranlage, die das Erscheinungsbild der antiken Befestigung noch deutlicher vermitteln soll.

Die NRW-Stiftung unterstützt das Projekt 2026 mit bis zu 150.000 Euro.

Damit entwickelt sich der Römerpark weiter zu einem Ort, an dem archäologische Forschung und anschauliche Rekonstruktion unmittelbar miteinander verbunden werden.

Bergkamen – von den Römern über den Bergbau zur modernen Stadt

Bergkamen liegt im Kreis Unna am östlichen Rand des Ruhrgebiets zwischen Dortmund und Hamm. Zum 31. März 2026 hatte die Stadt nach amtlicher Bevölkerungsfortschreibung 49.143 Einwohner auf einer Fläche von rund 45 Quadratkilometern.

Die heutige Stadt ist vergleichsweise jung, ihre Siedlungsgeschichte reicht jedoch sehr viel weiter zurück. Besonders bedeutend ist die römische Vergangenheit von Oberaden im späten 1. Jahrhundert v. Chr.

Die moderne Stadt Bergkamen entstand aus mehreren zuvor selbstständigen Gemeinden. Rünthe, Bergkamen, Weddinghofen, Oberaden und Heil schlossen sich in den 1960er-Jahren zusammen. Am 14. Juni 1966 erhielt Bergkamen die Stadtrechte. Anfang 1968 kam Overberge als sechster Stadtteil hinzu.

Im 20. Jahrhundert prägte vor allem der Steinkohlenbergbau die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Mit der Stilllegung des Förderstandortes Haus Aden im Jahr 2001 endete diese Epoche.

Heute spielen unter anderem chemische Industrie, Dienstleistungen, Freizeitwirtschaft und die touristische Erschließung der Römergeschichte eine wichtige Rolle.

🚗 Anreise mit dem Auto

Bergkamen liegt verkehrsgünstig im östlichen Ruhrgebiet und besitzt eine gute Verbindung zu den Autobahnen A1 und A2.

Aus Richtung Dortmund:
Über die A2 in Richtung Hannover und anschließend über die regionalen Straßen nach Bergkamen-Oberaden.

Aus Richtung Hamm:
Über die A2 beziehungsweise das regionale Straßennetz in Richtung Bergkamen.

Aus Richtung Münster:
Über die A1 und anschließend über die Verbindungen im Kreis Unna nach Oberaden.

Navigationsadresse:
Römerpark Bergkamen
Am Römerberg 1
59192 Bergkamen

🚆 Anreise mit Bahn und Bus

Bergkamen besitzt keinen eigenen Bahnhof im regulären Schienenpersonenverkehr.

Geeignete Bahnhöfe befinden sich in:

Kamen
Lünen
Werne
Hamm

Die wichtigsten Fern- und Regionalverkehrsknoten der Umgebung sind Dortmund Hauptbahnhof und Hamm Hauptbahnhof.

Von den umliegenden Bahnhöfen verkehren Busse nach Bergkamen.

Reguläre Verbindungen zum zentralen Busbahnhof bestehen unter anderem:

ab Kamen: S80 und R81
ab Lünen: S20 und R12
ab Hamm: S20
ab Werne: R81
ab Dortmund: S30

Für die Weiterfahrt nach Oberaden sollten die am Veranstaltungswochenende gültigen VKU-Verbindungen genutzt werden.

🚲 Anreise mit dem Fahrrad

Der Römerpark liegt an der Römer-Lippe-Route, einem überregionalen Radfernweg, der bedeutende Stationen der römischen Geschichte entlang der Lippe miteinander verbindet.

Damit lässt sich das Römerfest auch mit einer Radtour verbinden.

📍 Entfernungen zu wichtigen Städten in Nordrhein-Westfalen

Die Angaben sind ungefähre Straßenentfernungen und können je nach Route abweichen.

Dortmund: ca. 25 km
Hamm: ca. 25 km
Münster: ca. 50 km
Essen: ca. 60 km
Düsseldorf: ca. 95 km
Köln: ca. 120 km

📍 Entfernungen zu wichtigen deutschen Städten

Hannover: ca. 190 km
Frankfurt am Main: ca. 240 km
Hamburg: ca. 330 km
Leipzig: ca. 400 km
Berlin: ca. 470 km
München: ca. 600 km

Details

Datum:
19. September - 20. September

Ort:
Bergkamen , Nordrhein-Westfalen

Veranstalter:
Stadtmuseum Bergkamen

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