Burgmannen-Tage 2026

Die Burgmannen-Tage (NI) 2026 finden am 26. und 27. September im Zitadellenpark von Vechta statt. Mehr als 300 Darstellerinnen und Darsteller errichten rund 130 historische Zelte und gestalten eines der großen Mittelalterfeste im Nordwesten Deutschlands. Heerlager, Handwerk, Musik, Gaukelei, Kampfvorführungen, Tanz und Märchen verteilen sich über den weitläufigen Park und die rekonstruierte Burganlage Castrum Vechtense.
Herzstück ist der Verkaufshandwerkermarkt des Vereins Ars Vivendi e. V. mit mehr als 40 Ständen. Handgefertigte Waren, historische Gewerke, Tavernen und weitere gastronomische Angebote verbinden sich mit der musealen Geschichtsdarstellung des Museum Vechta. Der Eintritt zum Veranstaltungsgelände ist frei.
Weitere historische Feste in der Region finden sich bei den Mittelaltermärkten in Niedersachsen.
🕒 Öffnungszeiten
Samstag, 26. September: 12:00–20:00 Uhr
Sonntag, 27. September: 10:00–18:00 Uhr
🎟 Eintritt: frei
Das Wochenende gehört zu den Veranstaltungen im September 2026.
⚔️ Mehr als 300 Darsteller und rund 130 Zelte
Der Zitadellenpark wird für die Burgmannen-Tage zu einem großflächigen mittelalterlichen Lagerplatz. Mehr als 300 Akteure aus verschiedenen historischen Gruppen bauen rund 130 Zelte auf und stellen unterschiedliche Aspekte des Lebens im Mittelalter dar.
Die Lager unterscheiden sich nach Zeitraum, sozialem Umfeld und Schwerpunkt. Besucher begegnen Kämpfern, Handwerkern, Händlern und anderen historisch Gewandeten und können sich unmittelbar über Kleidung, Ausrüstung, Ernährung, Arbeit und gesellschaftliche Strukturen informieren.
Das Museum legt bei den teilnehmenden Reenactmentgruppen besonderen Wert auf eine Darstellung, die sich an historischen Bild- und Textquellen sowie archäologischen Funden orientiert. Das unterscheidet das Fest von einem rein dekorativen Mittelaltermarkt und verleiht dem Lagerbereich einen ausgeprägten Vermittlungscharakter.
🏕️ Reenactmentlager im Zitadellenpark
Die historischen Lager erstrecken sich über weite Teile des Parks. Ein eigener Schwerpunkt liegt an der Burganlage Castrum Vechtense.
Dort vermitteln Darsteller mit rekonstruierter Kleidung, Werkzeugen, Waffen, Möbeln und Alltagsgegenständen, wie das Leben vor mehreren Jahrhunderten organisiert gewesen sein könnte. Kochen am offenen Feuer, handwerkliche Tätigkeiten und die Ausstattung der Zelte gehören ebenso zur Darstellung wie Gespräche mit dem Publikum.
Das Reenactmentlager wird innerhalb der Burgmannen-Tage von der Gruppe Heydenwall in den Bereichen Kampf, Handel und historische Darstellung organisatorisch betreut.
⚒️ Verkaufshandwerkermarkt von Ars Vivendi
Ein zentraler Anlaufpunkt ist der historische Markt des Vereins Ars Vivendi e. V.
Mehr als 40 Stände bieten handgefertigte Waren und verschiedene traditionelle Gewerke. Das Marktgeschehen verbindet Verkauf mit vorführendem Handwerk, sodass viele Arbeitstechniken direkt vor Ort beobachtet werden können.
Das Sortiment früherer und aktueller Marktbereiche umfasst unterschiedliche Formen von:
⚒️ Handwerk: traditionelle und historische Fertigungstechniken
🪵 Holzarbeiten: gedrechselte, geschnitzte und weitere handgearbeitete Stücke
🧵 Textilhandwerk: Wollverarbeitung, Schneiderei und weitere textile Gewerke
👜 Lederarbeiten: handgefertigte Gebrauchsgegenstände und Accessoires
🏺 Keramik: Töpferei und weitere Arbeiten mit Ton
💍 Schmuck: handwerkliche Metall- und Schmuckarbeiten
📜 Historische Schreib- und Buchgewerke: Arbeiten rund um Schrift und Buchherstellung
Zwischen den Ständen treten Musiker und Gaukler auf. Tavernen und Bratereien ergänzen den Markt gastronomisch.
Mit seinem umfangreichen Händler-, Lager- und Unterhaltungsbereich gehört das Wochenende zu den Mittelalterfesten in Deutschland.
⚔️ Große Schlacht im Zitadellenpark
Zu den Höhepunkten gehört eine große mittelalterliche Schlacht, an der Kämpfer aus verschiedenen Heerlagern teilnehmen.
Die Darsteller treten mit nach historischen Vorbildern gestalteter Ausrüstung gegeneinander an. Schwerter, Lanzen und Äxte werden in choreografierten Kampfsituationen eingesetzt, wobei für die Veranstaltung stumpfe Waffen und festgelegte Sicherheitsregeln gelten.
Die Schlacht zeigt nicht nur Einzelkämpfe, sondern größere Formationen und taktische Bewegungen. Dadurch unterscheidet sie sich deutlich von kleineren Schaukämpfen einzelner Gruppen.
Bei der vorherigen Ausgabe gehörten die großen Schlachten ebenfalls zu den meistbesuchten Programmpunkten. Insgesamt kamen 2025 rund 14.000 Besucher zu den Burgmannen-Tagen.
🎶 Musik, Tanz, Märchen und Gaukelei
Das Rahmenprogramm verteilt sich auf das gesamte Veranstaltungsgelände und begleitet den Markt und die Lager über beide Tage.
Angekündigt sind:
🎶 Musik: Spielleute und weitere musikalische Darbietungen
💃 Tanz: historische und historisch inspirierte Tänze
🎭 Gaukelei: Unterhaltung zwischen Marktständen und Lagern
📖 Märchen: erzählte Geschichten für unterschiedliche Altersgruppen
⚔️ Kampfvorführungen: historische Kampfdarstellungen
🏕️ Lagerpräsentationen: Einblicke in den Alltag der Reenactmentgruppen
⚒️ Handwerk: Vorführungen und Gespräche mit den beteiligten Gewerken
Dadurch ist das Programm nicht auf eine einzelne Bühne konzentriert. Beim Rundgang durch den Zitadellenpark entstehen immer wieder Begegnungen mit Musikern, Handwerkern und historischen Darstellern.
🧒 Mitmachangebote für Kinder
Das Museum Vechta und das Jugendzentrum Gulfhaus richten eigene Mitmachstationen ein. Dort können Kinder kreativ arbeiten und kleine Erinnerungsstücke herstellen.
Bei der vorherigen Ausgabe gehörten beispielsweise Münzprägen, Wappenmalen, das Basteln von Helmen und Kronen sowie Aktionen mit Steckenpferden zum Angebot.
Das Familienprogramm verbindet Basteln und Spielen mit historischen Themen. Dadurch können Kinder selbst aktiv werden, während die zahlreichen Lager und Handwerksstände zusätzliche Möglichkeiten bieten, Fragen zu stellen und historische Tätigkeiten zu beobachten.
Für den Besuch der Burgmannen-Tage und des Veranstaltungsbereichs im Zitadellenpark wird kein Eintritt erhoben.
🏰 Castrum Vechtense
Das Castrum Vechtense ist eine modellhafte Rekonstruktion der mittelalterlichen Burg Vechta und bildet einen besonderen Teil des Festgeländes.
Die Anlage wurde auf drei Inseln im Zitadellenpark errichtet und orientiert sich an einer Befestigung des 11. und 12. Jahrhunderts. Der Standort entspricht nicht exakt dem ursprünglichen Platz der mittelalterlichen Burg, greift jedoch deren Aufbau und historische Funktion auf.
Der erste große Bauabschnitt wurde 2013 abgeschlossen. Sein auffälligstes Element ist ein etwa 13 Meter hoher Burgturm, für dessen Konstruktion rund 48 Kubikmeter Eichenholz verarbeitet wurden.
Im Inneren sind drei Etagen eingerichtet. Sie zeigen modellhaft, wie eine Burgwirtschaft im Hochmittelalter funktioniert haben könnte.
Bei den Burgmannen-Tagen werden die Flächen rund um die Anlage zusätzlich von historischen Lagern genutzt. Dadurch lässt sich die rekonstruierte Architektur unmittelbar mit Reenactment und Alltagsdarstellung verbinden.
🏰 Der Zitadellenpark
Der heutige Park geht auf die frühneuzeitliche Zitadelle St. Maria zurück.
Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen ließ die Festungsanlage ab 1666 errichten. Bereits 1669 war der Bau weitgehend abgeschlossen. Die sternförmige Zitadelle sollte Vechta militärisch sichern und war durch Bastionen, Wälle und wassergefüllte Gräben geschützt.
1769 wurde die Festung geschleift.
Nach umfangreichen archäologischen Untersuchungen zwischen 1987 und 1991 wurden Teile der früheren Befestigungsstruktur landschaftlich rekonstruiert. Heute umfasst der Zitadellenpark zusammen mit dem Platz vor dem Museum rund 22 Hektar.
Erhalten beziehungsweise wieder sichtbar sind unter anderem Wassergräben, Bastionsformen und historische Bezugspunkte. Im Park befinden sich außerdem das Museum im Zeughaus, das Castrum Vechtense und das Gulfhaus.
🏛️ Museum im Zeughaus
Das Museum Vechta befindet sich im ehemaligen Zeughaus der Zitadelle.
Das Gebäude wurde 1698 errichtet und gehört zu den wenigen erhaltenen Bauwerken der alten Festungsanlage. Seit 1997 wird es als Museum genutzt.
Die Dauerausstellung widmet sich verschiedenen Abschnitten der regionalen Geschichte, darunter:
Bronzezeit und Archäologie
Mittelalterliche Burg Vechta
Zitadelle und Festungsgeschichte
Strafvollzug in Vechta
Stadt- und Regionalgeschichte
2026 ergänzt die Sonderausstellung „Kindheit im Mittelalter“ das Angebot. Sie läuft vom 19. März bis zum 25. Oktober und behandelt Alltag, Familie, Arbeit, Religion und Spielwelten mittelalterlicher Kinder.
Vechta – historische Burg- und Universitätsstadt
Vechta ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises und liegt im Oldenburger Münsterland zwischen Bremen, Oldenburg und Osnabrück. Die Stadt zählt aktuell rund 35.000 Einwohner und zusätzlich etwa 5.000 Studierende.
Ihre Entstehung ist unmittelbar mit einer mittelalterlichen Burg verbunden. Im 11. Jahrhundert wurde an einem der wenigen gut passierbaren Moorübergänge der Region eine Befestigung angelegt. Im Schutz dieser Burg entwickelte sich eine dauerhafte Siedlung.
1220 wird Vechta erstmals ausdrücklich als Stadt erwähnt.
Mehrere militärische Auseinandersetzungen im 16. Jahrhundert, der Dreißigjährige Krieg und der große Stadtbrand von 1684 richteten schwere Schäden an.
Mit dem Bau der Zitadelle ab 1666 entwickelte sich Vechta zu einem bedeutenden Festungsstandort. Nach deren Schleifung 1769 wandelte sich die Stadt erneut.
Im 19. und 20. Jahrhundert gewann Vechta als Verwaltungs-, Bildungs- und Justizstandort an Bedeutung. Heute ist die Stadt Sitz der Universität Vechta und eines der wirtschaftlichen Zentren des Oldenburger Münsterlandes.
🚗 Anreise mit dem Auto
Vechta ist über die A1 gut aus Richtung Bremen, Osnabrück, Münster und Ruhrgebiet erreichbar.
Aus Richtung Bremen:
Über die A1 Richtung Osnabrück bis zur Ausfahrt Vechta und anschließend der Beschilderung ins Stadtgebiet folgen.
Aus Richtung Osnabrück:
Über die A1 Richtung Bremen bis zur Anschlussstelle Vechta.
Aus Richtung Oldenburg:
Die Fahrt führt über die A29 und A1 beziehungsweise über das regionale Straßennetz des Oldenburger Münsterlandes.
Im Stadtgebiet weist die Beschilderung zum Museum Vechta beziehungsweise zum Stadtring.
Navigationsadresse:
Zitadelle 15
49377 Vechta
🚆 Anreise mit der Bahn
Der Bahnhof Vechta liegt direkt östlich des Zitadellenparks und damit besonders günstig für den Veranstaltungsbesuch.
Die RB 58 der NordWestBahn verbindet Vechta direkt mit:
Bremen Hauptbahnhof
Delmenhorst
Wildeshausen
Lohne
Bramsche
Osnabrück Hauptbahnhof
Vom Bahnhof führt der Weg über die Straße An der Gräfte; nach ungefähr 400 Metern geht es rechts in die Zitadelle. Das Veranstaltungsgelände ist damit in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Für Ende September sind auf Teilstrecken der RB 58 Bauarbeiten angekündigt. Vor der Fahrt empfiehlt sich deshalb die Prüfung der Verbindung für den jeweiligen Reisetag.
🚌 Anreise mit dem Bus
Der ZOB Vechta befindet sich unmittelbar am Bahnhof. Von dort beträgt der Fußweg zum Zitadellenpark ebenfalls nur wenige Minuten.
Regionale Busverbindungen führen aus den umliegenden Orten des Landkreises nach Vechta. Durch die zentrale Lage von Bahnhof und ZOB ist für die letzten Meter kein zusätzlicher Transfer erforderlich.
🅿️ Parken
Direkt am Veranstaltungsgelände steht nur eine begrenzte Zahl an Stellplätzen zur Verfügung.
Für die Burgmannen-Tage eignen sich deshalb insbesondere:
Parkhaus am Bahnhof: unmittelbar neben Bahn- und ZOB-Anlage
Parkplätze am Bahnhof: kurze Entfernung zum Zitadellenpark
Innenstadtparkplätze: weitere Stellflächen in fußläufiger Entfernung
Aufgrund der hohen Besucherzahlen und der direkten Bahnanbindung ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine praktische Alternative zum Pkw.
📍 Entfernungen zu wichtigen Städten in Niedersachsen
Die Angaben sind ungefähre Straßenentfernungen und können je nach Route abweichen.
Oldenburg: ca. 60 km
Osnabrück: ca. 65 km
Hannover: ca. 145 km
Braunschweig: ca. 200 km
Wolfsburg: ca. 215 km
Göttingen: ca. 240 km
📍 Entfernungen zu wichtigen deutschen Städten
Bremen: ca. 65 km
Hamburg: ca. 190 km
Dortmund: ca. 190 km
Köln: ca. 285 km
Berlin: ca. 430 km
München: ca. 670 km
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